Zu spät, aber glücklich

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Donnerstag, 8. September 2011 - 23:31 (ingesamt 792, heute 0 mal gelesen)
von Happy Journalist (Autor seit 2 Jahre 2 Wochen)
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IMG00142-20110907-2042 (Source: on4news.com on Flickr)

Ich habe es getan, einfach so und es war gar nicht schwer. Heute Morgen habe ich mir meinen Bus vor der Nase weg fahren lassen!

Ich kam aus der S-Bahn-Station und sah ihn dort stehen. Ich wusste genau: in 30 Sekunden fährt er ab. Das ist der Moment, in dem ich meistens los renne. Aber nicht heute.

Der Duft von Kaffee stieg mir in die Nase. Wie schön wäre es jetzt, im Cafe nebenan zu sitzen und in Ruhe noch einige Minuten zu relaxen, bevor der Alltag mich mit voller Wucht erreicht.

Aber das geht doch eigentlich nicht. Ich muss ein wichtiges Meeting vorbereiten, habe gestern zu viel Arbeit nicht geschafft, um es mir leisten zu können, heute zu spät zu kommen. Ich bin schließlich immer pünktlich und gut vorbereiten.

Der Bus wirft den Motor an, schließt die Türen und fährt los. Und ich? Stand noch am S-Bahnhof und ging fröhlich pfeifend einen herrlich duftenden Kaffee kaufen. Setzte mich in das Cafe und atmete ganz entpannt durch....

 

Ich kam 20 Minuten zu spät. Und was ist passiert? Gar nichts!

 

Der dritte Weltkrieg brach nicht aus, ich habe meinen Job noch, die Arbeit lag schön brav auf meinem Schreibtisch und wartete auf mich. Das Meeting klappte prima - das kann ich nämlich auch, ohne mich morgens zu stressen. So viel Vertrauen in meine Kompetenz sollte ich wohl öfters mal haben. Ich weiß doch eigentlich, wie gut ich bin.

Und was mache ich morgen? Ich nehme ich wieder einen Bus später. Schließlich habe ich etwas Wichtiges vor: Ich muss mein Leben genießen!