AIRPOWER11 - Europas größte Airshow


Am 1. und 2. Juli blickte ganz Österreich in die Steiermark, genauer gesagt nach Zeltweg. Die nur knapp 7.500 Einwohner zählende Gemeinde im Murtal ist vielen Motorsportfans ein Begriff, denn im 2 Kilometer entfernten Spielberg liegt der RedBull-Ring, der im Mai diesen Jahres mit einer riesigen Show wiedereröffnet wurde. Doch Zeltweg beherbergt auch noch Österreichs größten Militärflughafen, auf dem alle zwei Jahre die AIRPOWER stattfindet. Zum vierten Mal lud das Österreichische Bundesheer, Red Bull und das Bundesland Steiermark Flugfans zu Europas größter Flugshow ein. Wie immer war der Eintritt frei, lediglich um eine Spende für das Bundesheer wurden alle mit dem Auto anreisenden Besucher gebeten.
Und es wurde viel geboten: In einem einmaligen Flugprogramm konnten die 290.000 Gäste die legendären Kunstflugstaffeln der Luftwaffen aus der Türkei, der Schweiz, aus Saudi Arabien und aus Kroatien bewundern. Mit faszinierenden Formationen und Solo-Displays bewiesen sie ihre fliegerische Klasse und verursachten bei den Zuschauern oftmals ungläubiges Staunen darüber, was mit einem Flugzeug so alles möglich ist.
Ein Meister der Lüfte ist ebenfalls Hannes Arch. Der RedBull-AirRace-Pilot und gebürtige Steierer gab eine Kostprobe seines Könnens mit seiner Edge 540 und wurde dafür mit viel Jubel und der Laola-Welle belohnt.
Im krassen Gegensatz dazu zeigten die Blanix, ein österreichsches Segelflugteam, ihr Kunststücke ganz ohne Motorenkraft und in aller Stille. Begleitet von klassischer Musik kam bei ihren im Vergleich langsamen Bewegungen so etwas wie andächtige Stille auf.
Doch die war schnell wieder vorbei als die Flying Bulls ihren Auftritt hatten. Mit insgesamt 10 Flugzeugen und zwei Hubschraubern waren sie angetreten und zeigten eine Show der Superlative. Unter den Piloten waren diesmal wieder Hannes Arch in einer Extra 300 und der deutsche AirRace-Pilot Matthias Dolderer in seinem Lieblingsflugzeug, der F4-4U Corsair.
Einer der absoluten Höhepunkte war zweifelsfrei auch das Formationsdisplay der zwei Eurofighter Typhoon des Österreichischen Bundesheeres. Spätestens hier war jeder Besucher froh, wenn er sich vorher "Ohrenstöpsel" besorgt hatte. Bei Geschwindigkeiten um die 900 km/h sind Europas modernste Kampfjets auch aus mehreren hundert Metern Entfernung immernoch ohrenbetäubend laut. Doch das Zuschauen lohnte sich auch hier. Die Wendigkeit und Schnelligkeit dieses Flugzeuges ist absolut faszinierend und schließlich gibt es so eine Darbietung nicht jeden Tag zu sehen.
Weiterhin gab es noch Vorführungen mit Hubschraubern, historischen Fluggeräten und legendären Kampfflugzeugen wie der F-18, F/A-18 und der MiG-29
Das große Finale an beiden Veranstaltungstagen bestritt die "Frecce Trocolori" der italienischen Luftwaffe. Die Formationen mit teilweise nur 3 bis 5 Metern Abstand zwischen den 10 Flugzeugen ließen die Zuschauer ein weiteres Mal staunen und bescherten den Fans wunderbare Fotos. Bei ihrem knapp 30 Minuten dauerndem Programm zeichneten sie ihre Rauchbahnen in den italienischen Nationalfarben in den abendlichem Himmel.
Die nächste AIRPOWER wird erst wieder 2013 stattfinden, doch eines steht jetzt schon fest: Für alle Flugfans gibt es auch dann wieder zwei unvergessliche Tage in Zeltweg.












